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Hydraulische Kraftmessdosen – Hinweise

1. Funktionsweise

Der Kolben bewegt sich unter Last in einem ölgefüllten Gehäuse. Der entstehende Öldruck wird über ein Manometer als Kraft in N oder kN angezeigt. Dabei wird der rote Maximalwert-Schleppzeiger vom schwarzen Zeiger mitgenommen und bleibt in seiner maximal erreichten Position stehen. Nach der Messung kann der rote Zeiger mithilfe des Drehrädchens wieder auf die Nullposition zurückgesetzt werden.

2. Anwendungshinweise

Hydraulische Kraftmessgeräte müssen plan auf ihrer gesamten Grundfläche aufliegen. Baureihen HKMD und HKMS Hydraulische Kraftmessgeräte der Baureihen HKMD und HKMS müssen planparallel (max. 3° Abweichung) und querkraftfrei eingesetzt werden. Baureihe HKMR (mit Bohrung) Hydraulische Kraftmessgeräte der Modellreihe HKMR müssen über den Arbeitskolben parallel und ohne Einleitung von Biege- oder Seitenkräften bzw. Drehmomenten belastet werden. Gegebenenfalls kann mithilfe eines Axial-Gelenklagers ein Winkelausgleich von maximal 3° erfolgen. Achtung: Querkräfte und Drehmomente Treten zu große Querkräfte oder Momente auf, kann es zu erhöhter Reibung zwischen Kolben und Zylinder kommen. Im ungünstigsten Fall kann dies zu Undichtigkeiten im Hydrauliksystem führen. Generell erhöht sich dadurch auch der Messfehler. Ein Verdrehen des Kolbens kann außerdem zur Beschädigung der Dichtung führen.

Temperatureinflüsse Temperaturänderungen unter Last können Messfehler verursachen. Diese lassen sich durch kurzzeitiges Entlasten kompensieren.

Belastungsrichtung Eine hydraulische Kraftmessdose darf grundsätzlich nur in eine Richtung belastet werden. Wird die Belastungsrichtung umgekehrt, was bei Kraftmessdosen mit Bohrung grundsätzlich möglich ist, kann der Kolben aus seiner Führung gedrückt werden. Dadurch kann Hydrauliköl austreten.

3. Dynamische Belastungen

Ölhydraulisch arbeitende Kraftmessdosen sind für den statischen und quasistatischen Einsatz vorgesehen. Plötzliche Be- und Entlastungen sind zu vermeiden, da hierdurch das Manometer beschädigt werden kann. Durch den Einbau von Dämpfungsdrosseln lässt sich das Manometer vor Druckstößen schützen. Allerdings verlangsamt sich dadurch auch der Druckauf- und -abbau im Manometer und somit die Anzeigegeschwindigkeit.

4. Messgenauigkeit

Die Messgenauigkeit beträgt 2 Prozent vom Endwert. Ab 10 Prozent der Nennlast werden gültige Messwerte angezeigt. Die Ablesegenauigkeit beträgt bei Standardanzeigen um die 2 Prozent. Bei Sonderausführungen mit einem größeren Manometer beträgt die Ablesegenauigkeit etwa 1 Prozent. Wenn nicht genau senkrecht abgelesen wird, kann zusätzlich ein Paralaxefehler auftreten. Das Problem lässt sich leicht lösen: Ist das Manometer nicht senkrecht ablesbar, bringen Sie ein Handy mit aktiver Kamera senkrecht über die Skala und lesen Sie am Handydisplay ab